Archiv der Veranstaltungen 2025
Sonntag, 14.12.2025 bis 22.12.2025, Chanukka Fest

In der Landsynagoge finden im Winter keine Veranstaltungen statt. Wir möchten stattdessen das jüdische Weihnachtsfest beschreiben und den Chanukka-Leuchter erklären.
Chanukka oder Lichterfest ist ein acht Tage dauerndes, jährlich gefeiertes jüdisches Fest zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v. Chr. Im Laufe der acht Tage werden acht Leuchten am Chanukka-Leuchter angezündet. Das neunte Licht dient nur dem Anzünden.
Dieses Jahr ist das Fest vom Sonntagabend am 14. Dezember bis zum Montagabend am 22. Dezember.
Auch auf dieser Website brennt der Chanukka-Leuchter 🔥 während der Feiertage entsprechend der Tagesfolge.
Samstag, 8.11.2025, 18 Uhr, Gedenkfeier in der Rother Landsynagoge zur Pogromnacht
Familie Sannchen und Hermann Löwenstein am 3.6.1934, Foto: privat
Erinnerung an Hermann Löwenstein
Die Synagoge ist nicht beheizt. Decken liegen bereit!
Wir gedenken der Zerstörung im Innern der Synagoge am 8. November 1938 durch fanatische SA-Leute und der Ermordung der Jüdinnen und Juden aus Roth, Fronhausen und Lohra.
Besonders erinnern werden wir an das Schicksal von Hermann Löwenstein aus Fronhausen. Er betrieb einen Metzgerladen und verstarb 1937. Das Ladenschild seines Geschäfts ist erhalten und wird gezeigt. Dessen Nachfahre Harry Meyer hat dieses Jahr dem Arbeitskreis ein Gebetbuch von Hermann Löwenstein geschenkt. Es ist im Jahre 1860 gedruckt und enthält Gebete in hebräischer und deutscher Sprache. Vikarin Susanna Maibaum wird mit der Gruppe der Konfirmanten/innen dieses Gebetbuch vorstellen.
Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Niederwalgern mit ihrem Lehrer Fritjof Kaiser werden die Namen der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus vorlesen.
Landrat Jens Womelsdorf und Bürgermeister Markus Herrmann setzen den Rahmen mit ihren Ansprachen, und Thorsten Schmermund von der Jüdischen Gemeinde Marburg hält das Totengedenken.
Dienstag, 14.10.2025, 20 Uhr, 70. Rother Synagogengespräch, Vortrag: Dr. Annegret Wenz-Haubfleisch

»Dem NS-Regime entronnen - als Befreier gekommen: Otto Stern aus Roth als amerikanischer Soldat«
In der Veranstaltungsreihe Befreiung 1945: Auf zur Demokratie!"
Otto Stern wurde 1922 in Roth in eine Familie geboren, die mit Vieh und Textilien handelte. Aufgrund zunehmender Ausgrenzung wanderte sie 1937 in die USA aus. Als Amerika 1941 in den Zweiten Weltkrieg eintrat, meldete sich Otto Stern freiwillig zum Militärdienst, wurde 1943 eingezogen und war ab Dezember 1944 im Elsass und in Lothringen im Kampfeinsatz. Nach der Kapitulation Deutschlands war er noch mehrere Monate Besatzungssoldat in Hessen. Der Vortrag beleuchtet Otto Sterns Kindheit unter dem NS-Regime, seine Auswanderung, seine Motivation sich zum Militärdienst zu melden sowie seine Erfahrungen als Front- und Besatzungssoldat insbesondere mit Blick auf seine deutsch-jüdische Herkunft.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der VHS des Landkreises Marburg-Biedenkopf.
Montag, 22.9.2025 bis 24.9.2025, Rosch Haschana, Jüdisches Neujahr

Das Jahr 5786 beginnt!
Das jüdische Neujahr 2025, Rosch Haschana, wird vom Abend des 22. September bis zum Abend des 24. September 2025 gefeiert.
Unter den vielen Gebräuchen zum Fest ist ein Brauch das Eintauchen von Apfelstücken in Honig, in der Hoffnung auf ein gutes, süßes Jahr. Auch wird der Grantapfel, aufgrund seiner vielen Kerne als ein Symbol der Fruchtbarkeit gegessen. Wein wird gereicht und das Schofahorn geblasen.
Wir wünschen der Jüdischen Gemeinde Marburg und allen unseren jüdischen Freundinnen und Freunden nah und fern Shana Tova.
Auch auf unserer Website brennen die Kerzen 🔥 während der Feiertage entsprechend der Tagesfolge.
Samstag, 20.9.2025, 10 -15.30 Uhr, Kindererkundungstag

»Wir entdecken die Rother Synagoge«
Ein Angebot für Kinder im 4. Schuljahr.
am Samstag, 20. September 2025, von 10 – 15:30 Uhr
in 35096 Weimar – Roth, Lahnstraße 28a
Wer geht mit auf Entdeckungsreise?
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Am Samstag, 20.09.2025 von 10 – 15:30 Uhr,
wollen wir gemeinsam die alte Synagoge in Roth kennenlernen.
Wir werden den Tag in der Synagoge sein und das ehemalige
Gotteshaus erkunden.
Bei fröhlichen und nachdenklichen Geschichten und Spielen
erfahrt Ihr mehr über die Bedeutung in früherer Zeit und heute.
Mittags stärken wir uns mit einem gemeinsamen Picknick.
Die Teilnahme am Erkundungstag kostet nichts !
Habt Ihr Lust, dabei zu sein ?
Dann füllt mit den Eltern das Anmeldeformular aus und sendet es
bis Mittwoch, den 10.9.2025 an unten stehende E-mail Adresse.
Am Samstag, 20. September 2025 kommt Ihr dann um 10.00 Uhr
zur Synagoge in Roth.
Am Kindererkundungstag braucht Ihr:
Schere, Klebestift, Stiftemäppchen mit Füller, Bleistift und
Buntstiften.
Einen Anorak, weil wir auch draußen sind, Hausschuhe für
drinnen.
Und Brote oder Brötchen und Obst für Euer Mittagspicknick.
Für Getränke sorgen auch wir noch zusätzlich.
Wir freuen uns auf diesen Tag mit Euch !
Der Arbeitskreis Landsynagoge Roth e.V.
Dr. Frances Schwarzenberger-Kesper und Judith Oehler
Email:
Das Anmeldeformular zum Ausdrucken.
Dienstag, 16.9.2025, 19 Uhr, Gedenkfeier für Amnon Orbach

Am Dienstag, den 16.09.2025 um 19 Uhr findet in der Synagoge in der Liebigstraße 21a in Marburg die Gedenkfeier für Amnon Orbach statt.
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Am 18. August 2025 jährte sich der Todestag des Ehrenvorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Marburg und Ehrenbürgers der Stadt Marburg Amnon Orbach zum ersten Mal. Aus diesem Anlass möchten wir an ihn mit Redebeiträgen, mit einem bebilderten Rückblick auf sein so reiches und engagiertes, die Jüdische Gemeinde wie auch die Marburger Stadtgesellschaft prägendes Wirken erinnern. Umrahmt wird die Gedenkfeier von verschiedenen Musikbeiträgen. Bei einem kleinen Empfang im Anschluss besteht Gelegenheit, sich Amnon Orbachs im persönlichen Gespräch zu erinnern.
Teilnahme auf Einladung.
Montag, 15.9.2025, 20 Uhr, 69. Rother Synagogengespräch, Vortrag: Dr. Georg D. Falk
Der Wiederaufbau von Demokratie und Rechtsstaat in Deutschland nach 1945
In der Reihe Befreiung 1945: Auf zur Demokratie!" zum Internationalen Tag der Demokratie.
Dr. h.c. Georg D. Falk war Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht in Frankfurt und war Mitglied des Hessischen Staatsgerichtshofs. Georg Falk ist in der Referendarausbildung von Juristen tätig und Lehrbeauftragter am Fachbereich Rechtswissenschaften der Philipps-Universität Marburg.
Der Vortrag behandelt wesentliche Schritte und Meilensteine im Aufbau der Demokratie und des Rechtsstaats anhand konkreter Bezüge zur Justiz nach der Befreiuung vom Nationalsozialismus. Der Vortrag zeigt, wie mühsam es war, nach der Nazi-Diktatur eine Gesellschaft zu errichten, in der Freiheit, Vielfalt und Toleranz wichtige Werte darstellen. Diese werden durch aktuelle Entwicklungen massiv in Frage gestellt.
Sonntag, 14.9.2025, 11 Uhr, Tag des offenen Denkmals und Finissage "H. Groß"

©ArchitecturaVirtualis GmbH; Screenshot, Rekonstruktion um 1925
Am Tag des offenen Denkmals® öffnen jährlich viele tausend Monumente ihre Pforten, auch diejenigen, die ansonsten meist nicht zugänglich sind. An diesem Tag des offenen Denkmals® ist die Synagoge von 11:00 Uhr - 17:00 Uhr geöffnet.
Zum Programm gehören:
- Erläuterungen zur Geschichte der Juden von Roth, ihrer Synagoge und der Mikwe.
- Erleben der Synagoge der 1920er Jahre mit einer Virtual Reality-Brille!
- Mit Vorführung der Technik des Holzschnittes durch den Heinrich Groß.
- 16.30 Uhr Finissage der Aussstellung `Heinrich Groß´. Begleitet von Knut Kramer und Partner mit ihren Gitarren.
Samstag, 16.8.2025, 14 Uhr, Meditative und schwungvolle Tänze aus Israel

Fortgeschrittenenkurs mit Sahra Küpfer
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„Im Reichtum der Musik und Tanzstile spricht die Seele eines Volkes zu uns und lädt uns ein zum Tanz“
So verschieden, wie die Menschen in Israel, sind auch ihre Tänze: mal schwungvoll und mitreißend, freudig und humorvoll, mal innig und gefühlvoll.
Bei meinen Tanz-Seminaren möchte ich meine Begeisterung über diese Reichhaltigkeit tanzend mit anderen teilen.
Der Bogen spannt sich von den leichtfüßigen, anmutigen jemenitischen Tänzen über getanzte Psalmen und humorvolle chassidische Tänze bis hin zu den feurigen, kraftvollen Debkas.
Ich wäre glücklich, wenn durch die Tänze bei den Seminarteilnehmern ein Stück jüdischer Kultur lebendig erlebt werden kann.
Sahra Küpfer
Sahra Küpfer wurde 1961 geboren und ist Mutter von vier Kindern. Sie studierte in Freiburg und Jerusalem Musik, Sport und Theologie. Schwerpunkte der Ausbildung lagen einerseits bei den bevorzugten Instrumenten Klavier und Querflöte sowie andererseits der Verbindung von Musik und tänzerischer Bewegung. Die Ausbildung in Freiburg umfasste drei Jahre Ausdruckstanz bei Irene Schwarz sowie Kurse in Tanzimprovisation bei Tai Deharde.
Eine weitergehende Spezialisierung auf israelische Tänze und Kindertanz erfolgte während des zweijährigen Studiums in Jerusalem. Neben dem Erlernen der hebräischen Sprache und der Beschäftigung mit jüdischer Religion und Tradition fand sich ausreichend Gelegenheit, in Abendkursen und auf Fortbildungsveranstaltungen traditionelle und moderne Tänze aus dem jüdischen Kulturkreis zu erlernen.
Neben israelischen Tänzen gehören Flamenco, Tango Argentino und modernes Tanztheater zu den besonderen Vorlieben von Frau Küpfer.
Tanzkurse für Erwachsene und Kinder führte sie mit verschiedenen Schwerpunkten für die Pädagogische Hochschule Freiburg, die Heimschule Ettenheim (Schwarzwald), den Sportverein Schweighausen (Schwarzwald), die VHS Wetzlar, die Freie Waldorfschule Marburg sowie privat durch.
Frau Küpfer ist die Leiterin der Marburger Gruppe für Israelische Tänze „Kol Ha Lei-la“, die neben anderen Auftritten bereits mehrere Veranstaltungen der Jüdischen Gemeinde Marburg tänzerisch umrahmt hat.
Eintreffen: ab 13.30 Uhr; Beginn: 14 Uhr; Ende: gegen 18 Uhr
Kosten pro Teilnehmer: 30 €
Bitte Selbstverpflegung für eine Pause mitbringen (Mineralwasser wird bereitgestellt)
Mitzubringen: Leichte Tanzbekleidung
Anmeldung bis 8. August:
Arbeitskreis Landsynagoge Roth e.V.
c/o Gerlinde Schultheis, Am Heier 30;
35096 Weimar; Tel.: 06426-1468;
Kontoverbindung: DE58 5335 0000 0000 0063 94
Sonntag, 15.6.2025, 11 Uhr, Ausstellungseröffnung ″H. Groß″
H. Groß, Holzschnitt zur Ausstellung, 2025
»Heinrich Groß - Rückschau«
Abstrakte und gegenständliche Holzschnitte von Heinrich Groß, Niederwalgern
Einführung: Prof. Dr. Siegfried Becker (Universität Marburg)
Musikalische Umrahmung: Boginja K. Fendel (Querflöte), Johannes Treml (Gitarre)
Die Ausstellung ist bis zum 14. September 2025 (Tag des offenen Denkmals, Finissage) an folgenden Sonntagen jeweils von 15–17 Uhr zu sehen:
22. Juni 2025
13. Juli 2025
27. Juli 2025
10. August 2025
24. August 2025
Sonderführungen sind auf Anfrage möglich.
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„Mose, das ganz kleine Findelkind wird von der Prinzessin aus dem Schilfdickicht geborgen (´der aus dem Wasser Gezogene´). Als reifer Mann führt er sein Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft. Auf dem Berg Horeb begegnet er Gott in einem Lichtstrahl, mit den Gesetzestafeln kehrt er zurück."
Solche Geschichten und andere aus dem „Alten Testament“, der Torah der Juden, gibt es in dieser Ausstellung, in das zähe Holz eingeschnitten. Da fährt auch Elia mit dem Feuerwagen in das himmlische Jerusalem.
Tanz, Schofarblasen, Familienessen, Vertreibung aus dem Heimatdorf, Marsch in die „Endlösung“, Trauer – nun aber Wille zur Aussöhnung, sich üben in Toleranz zwischen den Religionen!“
Sonntag, 25.5.2025, 10.30 Uhr, Führung zum jüdischen Leben in Roth

Referentin: Dr. Annegret Wenz-Haubfleisch
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der VHS des Landkreises Marburg-Biedenkopf.
- 10.30 Uhr: Einführung in die Geschichte der Juden im Landkreis und in Roth, Vorstellung der Synagoge, auch mit ihrer virtuellen Rekonstruktion auf VR-Brille
- 12 Uhr: Dorfrundgang zu Häusern ehemaliger jüdischer Bewohner*innen von Roth
- 13 Uhr: Führung über den jüdischen Friedhof
Es können auch einzelne Teile der Veranstaltung besucht werden. Treffpunkt ist jeweils die Synagoge. Die Führung ist gebührenfrei.
Aus organisatorischen Gründen bittet die VHS um vorherige Anmeldung. Spontan Entschlossene sind trotzdem herzlich willkommen! Anmeldung bitte unter: Kursnummer AR101300ZM.
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Die Exkursion führt am Beispiel von Roth in dörfliches jüdisches Leben seit der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert in der Marburger Region ein. Die Synagoge, die Dokumentation der Mikwe, der Friedhof mit seinen Grabsteinformen und die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung und ihrer Lebensumstände werden vorgestellt. Die virtuelle Rekonstruktion der Synagoge auf VR-Brille bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, sich das Gebäude anhand modernster Technik intakt und möbliert vorzustellen.
Sonntag, 18.5.2025, 18 Uhr, Konzert mit TrioRio

Von Bach bis Queen
... das ist eine Reise in die weite Welt der Musik auf drei Gitarren. Die Musiker Joachim Hausdörfer, Arne Kühr und Knut Kramer vereint ein großer stilistischer Horizont. Mit feiner Spielkultur lassen sie die Leidenschaft des argentinischen Tangos, den pulsierenden Rhythmus Brasiliens und die Lebensfreude karibischer Musik erklingen. Dynamisch kraftvoll spielen sie groovige Popsongs, sehnsuchtsvolle, verträumte Melodien aus Spanien, aber auch tiefgründige Musik von J.S. Bach.
Das Konzert der klassisch ausgebildeten Gitarristen verspricht ein unterhaltsames und anspruchsvolles Repertoire, das eine schier unerschöpfliche Klang – und Ideenvielfalt beinhaltet.
Der Eintritt zu dem Konzert ist frei. Wir freuen uns über eine Spende.
Donnerstag, 27.3.2025, 20 Uhr, Vortrag: Judenhass 2.0

Judenhass 2.0 - Antisemitismus im Internet und in den sozialen Medien
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Seit Jahren ist eine Zunahme von Antisemitismus im Web 2.0 und in den Sozialen Medien zu verzeichnen. Nach dem brutalen Überfall der Hamas auf den Süden Israels am 7. Oktober 2023 erleben wir nun einen weiteren dramatischen Anstieg antisemitischer Äußerungen und Gewaltaufrufe. Das Internet und somit auch diverse Plattformen wie X/Twitter, Instagram und Youtube tragen hier maßgeblich mit zur Verbreitung und Tradierung von Judenhass bei.
Fortsetzung
Im Fokus des Vortrags steht die Bedeutung und Funktion der Sozialen Medien als Artikulationsraum von Antisemitismus. Dabei werden die Besonderheit der von Algorithmen beeinflussten Online-Kommunikation und ihre zunehmende Relevanz als meinungsbildende Informationsquelle in den Blick genommen. Thematisiert wird auch die affektmobilisierende Dynamik vor allem auf videobasierten Plattformen wie tiktok. Zudem werden auch die Sprachmuster und Bilder aktueller Judenfeindschaft erläutert, die eine Jahrhunderte lange Kontinuität aufweisen und tief im kollektiven und kulturellen Gedächtnis verankert sind. Diskutiert werden soll auch, welche Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten Staat, Plattformen sowie User und Userinnen haben und welche Auswirkungen (Online-)Antisemitismus für betroffene Jüdinnen und Juden hat.
Der Referent Markus Weiß (M.A.) hat Kultur-, Sprach- und Kognitionswissenschaften studiert und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für Allgemeine Linguistik der TU Berlin. Er forscht vor allem zu Judenhass im Internet und den Sozialen Medien und promoviert aktuell zu Abwehr und Leugnungsstrategien von Antisemitismus.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Marburg und gefördert durch das Programm "Dialog und Vielfalt" der Universitätsstadt Marburg.
Veranstaltungsort: Technologie und Tagungszentrum Software Center Marburg
Sonntag, 23.3.2025, 18 Uhr, Konzert "Schall und Wahn"

Musik und Texte der Goldenen 1920er Jahre
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Ausführende:
Anna Maria Sturm – Gesang und Rezitation
Lisa Wellisch – Klavier
Programm und Tickets auf der Website der Marburger Schlosskonzerte.
In Zusammenarbeit mit dem Marburger Schlosskonzerte e.V.
Veranstaltungsort: Fürstensaal des Landgrafenschlosses Marburg
Sonntag, 16.3.2025, 11 Uhr, "Hörbar" - das KiJuPa liest Texte von jüdischen Kindern
Coverfoto: Metropol-Verlag und Coverfoto: Bohem Press AG
Auftaktveranstaltung zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus
zugleich ein Beitrag in der Reihe "Befreiung 1945: Auf zur Demokratie!"
Was haben jüdische Kinder und Jugendliche in der Zeit des Nationalsozialismus erleben müssen? Wie haben sie auf der Flucht, in Verstecken, in Ghettos oder in Konzentrationslagern überlebt? Welche Gedanken und Gefühle hatten sie? Das Kinder- und Jugendparlament Marburg möchte jungen Menschen aus der NS-Zeit eine Stimme geben und den Holocaust aus deren Perspektive beschreiben.
Fortsetzung
Im Fokus stehen dabei die „Die Geschichte von Bodri“ von Hédi Fried und „Der papierene Freund: Holocaust-Tagebücher jüdischer Kinder und Jugendlicher“. Neben Einführungen in die Bücher und Leseparts wird es immer wieder Gesprächsphasen mit dem Publikum geben. Dabei sollen Bezüge zur Gegenwart hergestellt und aktuelle Schicksale sichtbar gemacht werden.
In Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendparlament Marburg, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und dem Deutsch-Schwedischen Freundschaftsverein.
Veranstaltungsort: Cineplex Kino Marburg
von 11.00 bis ca. 14.00 Uhr
Mittwoch, 12.3.2025, 18 Uhr, Martin Doerry, Lesung
Coverfoto: Penguin.de
Lillis Tochter
In der Reihe "Befreiung 1945: Auf zur Demokratie!"
Martin Doerry liest aus seinem Buch: "Lillis Tochter. Das Leben meiner Mutter im Schatten der Vergangenheit - eine deutsch-jüdische Familiengeschichte." Er schreibt über das Leben seiner Mutter, der Tochter von Lilli Jahn, die als jüdische Ärztin 1944 umgebracht wurde. Seine Mutter Ilse ist die Schwester des ehem. Justizministers und MdB Gerhard Jahn aus Marburg.
Fortsetzung
Ilse ist erst 14 Jahre alt, als ihre Mutter, die jüdische Ärztin Lilli Jahn, im Sommer 1943 in ein Lager verschleppt und später in Auschwitz ermordet wird. Nach den traumatischen Erfahrungen in der NS-Zeit erlebt Ilse auch im Nach- kriegsdeutschland, dass sie nicht wirklich dazugehört. Das Schicksal Lillis verschweigt sie, auf eigene berufliche Pläne verzichtet sie zugunsten der Karriere ihres Mannes.
Einfühlsam erzählt Martin Doerry die Geschichte seiner Mutter als Geschichte einer Überlebenden und einer in den Konventionen und Zwängen ihrer Zeit gefangenen Frau.
Seiner Großmutter Lilli, Ilses Mutter, setzte Martin Doerry zuvor schon mit der Biografie »›Mein verwundetes Herz‹. Das Leben der Lilli Jahn 1900–1944« ein hoch gelobtes literarisches Denkmal.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Marburg und Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V.
Veranstaltungsort: Staatsarchiv Marburg, Friedrichsplatz 15, Landgrafensaal
Montag, 27.1. bis Freitag, 31.1.2025, Filmvorführungen

„Kippa“ von Lukas Nathrath
In der Reihe Befreiung 1945: Auf zur Demokratie!
Ein auf Tatsachen beruhender Kurzspielfilm von 2018. Filmvorführungen für Schüler/innen.
Oskar fühlt sich wohl an seiner neuen Schule und findet schnell Anschluss. Nachdem seine Mitschüler erfahren, dass er jüdisch ist, wird Oskar auf einmal brutal drangsaliert und bedroht. Während der Schulleiter die Appelle seiner Eltern ignoriert, sucht Oskar eigene Wege, mit den Demütigungen umzugehen. Nach wahren Begebenheiten.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Marburg.
Veranstaltungsort: Cineplex Marburg
Montag, 27.1.2025, 19 Uhr, Gedenkstunde

Internationaler Tag des Gedenkens
In der Reihe Befreiung 1945: Auf zur Demokratie!
Gedenkstunde mit Ansprachen und Gebeten sowie dem Anzünden von Gedenkkerzen. Anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust an der Ausgrabungsstätte der mittelalterlichen Synagoge am oberer Marktplatz in Marburg.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Marburg.
Veranstaltungsort: Willy-Sage-Platz, Marburg-Oberstadt.
Montag, 27.1.2025, 17 bis 19 Uhr, Holocaust-Gedenktag

Lichtinstallation
In der Reihe Befreiung 1945: Auf zur Demokratie!
Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust aus Anlass der Befreiung des KZs Auschwitz.
In den Fenstern der Landsynagoge werden Portraits jüdischer Bewohner/innen aus Roth gezeigt. In der Synagoge ist eine stille Lichtinstallation aufgebaut.






