Ehemalige Landsynagoge in Roth • Gedenk- und Veranstaltungsort •
Die Synagoge wird vom Arbeitskreis Landsynagoge Roth getragen. Der Verein setzt sich für den Erhalt und die Nutzung ein. Sie ist Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust im Landkreis und Lernort für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene. Sie ist Veranstaltungsort für Konzerte, Vorträge und andere kulturelle Angebote. Roth ist einem Ortsteil der Gemeinde Weimar im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen.
„Das ist mein ganzes Leben“, mit diesen Worten übergibt Charlotte Salomon einem Vertrauten einen Koffer voller Bilder. David Foenkinos hat daraus einen Roman gemacht, der als Grundlage für die Programmgestaltung STILLES LEBEN dient.
Carla Mantel portraitiert das Leben der Malerin durch eine Text- und Musikcollage. Und stellt damit Charlottes stilles Leben situativ in den Kontext der damaligen Zeit.
Um einen Eindruck von den gemalten Bildern Charlotte Salomons zu bekommen, werden Reproduktionen ihrer Arbeiten während des Programms gezeigt.
Carla Mantel untermalt die Textpassagen musikalisch - und überzeugt beeindruckend einmal mehr mit ihrer wandlungsfähigen Stimme . Sie singt u.a. Lieder und Chansons von F. Holländer, W. Schneyder, Brecht/Eisler, jüdische und franz. Partisanenlieder, Lieder aus der Mauthausen Kantate von M. Theodorakis und J. Brel.
Begleitet wird sie am Flügel von Guido Solarek. Den Moderationstext rezitiert der Schauspieler Oliver Peuker.
Das Konzert findet in Kooperation mit dem Kultur- und Förderverein Alte Kirche Niederweimar e.V. statt.
Sonntag, 8.11.2026, 18 Uhr, Gedenkfeier in der Rother Landsynagoge zur Pogromnacht
Foto: Friedel Schultheis aus dem Jahre 2022
Gedenken an die Zerstörung am 8.11.1938 in Roth
Wir gedenken der Zerstörung im Innern der Synagoge am 8. November 1938 durch fanatische SA-Leute und der Ermordung der Jüdinnen und Juden aus Roth, Fronhausen und Lohra.
Die Abschottung der Welt Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945
Dr. Susanne Heim, Historikerin und Politikwissenschaftlerin, war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945", Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.
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"Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein": Nach dieser Devise wurden Juden in Deutschland bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs entrechtet, enteignet und gedemütigt, um sie außer Landes zu treiben. Doch wohin? Susanne Heim hat erstmals systematisch untersucht, welche perfiden Barrieren die freien Länder der Welt gegen die Flüchtlinge errichteten. Ihr anschaulich erzähltes Buch führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Juden die Flucht gelang - bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte.
Der Jüdische Kalender ist eine Mischung aus Mond- und Sonnenkalender. Die Jüdischen Festen und Feiertagen werden hier mit Kerzen dargestellt; so am Sabbat - dem jüdischen Ruhetag in der Woche - mit zwei Kerzen. An Sabbat finden in der Landsynagoge Roth in der Regel keine Veranstaltungen statt. Somit können auch jüdische Personen an den Veranstaltungen teilnehmen.
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